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  • By WoutDLN
  • 10 December, 2013
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Wenn editorisch zuweilen davon die Rede ist, die “beste Fassung‘ böte den “besten Text“, dann impliziert das die Vorstellung, dass jede Fassung zunächst einen anderen Text enthält. Der Editionstext ist dann wiederum ein anderer Text als z.B. jene Texte der Handschriften und frühen Drucke des zu edierenden Werkes. Damit wird der Zusammenhalt der Fassungen als zu einem Werk gehörig problematisch: Wie ist zwischen divergenten Fassungen zu entscheiden? Bis zu welcher Schwelle konstituieren sie noch ein Werk oder einen Text und ab wann bezeugen sie schon zwei Werke oder Texte? Gerade wenn man die schriftsprachlichen Eigenarten der Fassungen ernst nimmt und auch editionsmethodisch formalisiert bearbeiten will, wenn man Texte als wandelbare Fassungen begreift, dann braucht man eine Methodologie, die uns von den Textfassungen (von der Textvarianz) noch zu einem gemeinsamen Werk führt (Sahle 2013c, 21-22).

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